Amberger Zeitung 19.11.2002
Hofer "Hiob" mit
Amberger Beteiligung
Oratorienchor sang in der Michaeliskirche
Biblischen Text musikalisch anspruchsvoll übersetzt
Amberg. (hfz) Die Hofer Symphoniker führten das Oratorium "Hiob" von Artur Kapp, einem estnischen Komponisten, auf. Neben dem Konzertchor der Hofer Symphoniker, der Singakademie Plauen sowie dem Kinder- und Jugendchor Karbach wirkte auch der Amberger Oratorienchor unter der Leitung von Thomas Appel mit. Im Altarraum der Hofer Michaeliskirche überblickte Dirigent Gottfried Hoffmann etwa 170 Sänger auf den Stufen oberhalb des Orchesters.
Das bedeutendste Werk des estnischen Komponisten, vor etwa 70 Jahren uraufgeführt, hob mit sanftem Harfenklang an - eine Anspielung auf den Psalmensänger David, die sich am Ende des gut 90-minütigen Werkes mit
einer Psalmenvertonung zum Ring um das Werk schließt. Die
"Übersetzung" des biblischen Textes mit musikalischen Mitteln entwickelte sich nach
den ersten Harfentakten immer sinnfälliger und begleitete das ganze Werk.
Große Ansprüche an den Hörer stellte dieses Werk, das von populärer Opernekstase
zurückschaltet auf grüblerische, wegen ihrer Entfernung von gewohnter
Tonalität und rhythmischen Mustern herb wirkende Solistenpartien. Dass es
gelingen kann, drei Chöre wie einen zu führen, machte Dirigent Hoffmann
ohrengefällig deutlich.
Für den Amberger Oratorienchor war es ein weiteres Highlight, dieses monumentale Werk mit aufzuführen.
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Letztes Update: 2002-11-19