Amberger Zeitung - 03.08.2009
"Hoch motiviert und
guten Willens"
Thomas Appel verteilte dicke Komplimente an
alle Mitwirkenden von "Carmina Burana" - Bilanz

Unbeeindruckt von der schlechten Witterung ging das Projekt "Carmina Burana"
über die Bühne - und wurde zum großen Erfolg - Bild: Unger
Amberg. Das große Geburtstags-Festkonzert ist zwar im wahrsten Sinn des Wortes "ins (Regen-)Wasser gefallen", ging dabei aber nicht baden. Im Gegenteil, Besucher, Mitwirkende und Kritik sind sich einig: Die "Carmina Burana" im Innenhof des Maltesergebäudes war ein großer, künstlerischer Erfolg, und das ganz ohne Verstärker, nur mit dem natürlichen Klang. Die Disziplin war beeindruckend, die Interpretation mitreißend, die Gesamtleistung fantastisch. Hauptanteil daran hat künstlerischer Leiter Thomas Appel.
In einer kleinen Nachlese beleuchtet er Hintergründe, Probleme und komplizierte Zusammenhänge, die es sozusagen während der Vorbereitungszeit und beim Auftritt vor und hinter den Kulissen zu lösen gab.
Nachdem vor eineinhalb Jahren die ersten Überlegungen angestellt worden waren für ein Open-Air-Konzert mit den Carmina Burana, stand man vor der Frage nach dem Wo. Die Idee, die Bühne auf dem Berg zu nutzen, nachdem die Aufführungen des "Amberger Welttheaters" beendet sind, stellte sich schnell als unrealisierbar heraus. So fiel die Entscheidung schließlich für den renovierten Malteserhof, "ein Ort, der in früheren Zeiten schon bespielt wurde, ein Ort mit phänomenaler Akustik und einer Konzerthausatmosphäre.
Aus 60 Meldungen
Nächste Frage: Mit wem kann das Projekt realisiert werden? Mitwirken sollten die Amberger Chorgemeinschaft, der Amberger Oratorienchor, der Unterstufenchor des Max-Reger-Gamnasiums, das Amberger Sinfonieorchester und Solisten. Außerdem wurden in einem Casting Anfang Februar noch Sänger gesucht und aus 60 Meldungen schließlich 50 ausgewählt. Diese fügten sich bestens ein. Alle waren "guten Willens, hoch motiviert und verfolgten ein gemeinsames Ziel!" Nächste Herausforderung: einen Probenraum und genügend Stühle organisieren. In der Endphase durften die knapp 250 Sänger im ehemaligen Speisesaal im Malteserkomplex üben.
Minutiös geplant
Für 300 Mitwirkende (Chor, Orchester, Solisten) musste eine genügend große Bühne gebaut werden. Für den Chor stand nur ein Ausgang zur Verfügung; also wurde das Auf- und Abmarschieren minutiös geplant. Tausend verschiedene Sachen sind bei so einem Großauftritt zu beachten: Sicherheit, Garderoben, Beschriftung, Toiletten, Lagermöglichkeit für Instrumente, Werbung, Verkauf, Bestuhlung und noch viele Dinge, wovon der Zuschauer gar nichts mitbekommt.
Das Ergebnis? "Ja, es hat sich gelohnt!" Trotz des schlechten Wetters war die Stimmung im Ensemble "gar nicht schlecht". Abgeliefert wurden "zwei super Open-Air-Konzerte auf hohem musikalischen Niveau". Alle Beteiligten haben sich trotz oder wegen des miesen Wetters noch mehr angestrengt. Das Feedback der Zuschauer und der Mitwirkenden ist jedenfalls durchweg positiv.
Geballte Ladung
Begeistert verteilt Appel zum Schluss des Gesprächs noch dicke Komplimente an alle. "Das war eine geballte Ladung Musik, in einem Konzert im XXL-Format mit mehr als 150 Prozent Leistung!"
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Letztes Update: 2009-08-03